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27.11.2015

Niederwildsituation: Gespräch mit Marcel Hürter, MdL


Marcel Hürter, jagdpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Mainzer Landtag, zeigte sich bei einem kürzlich in Koblenz stattgefundenen Treffen mit Vertretern des Landesjagdverbandes (LJV) sehr interessiert an der zum Teil besorgniserregenden Situation des Niederwildes. LJV-Präsident Kurt A. Michael und LJV-Vizepräsident Gundolf Bartmann informierten den Abgeordneten über die geplante Umsetzung der Ergebnisse des im August in Alzey stattgefundenen LJV-Niederwildsymposiums. Neben der Prädatorenbejagung sei es vor allem die Optimierung vorhandener Lebensräume, die dazu beitragen könne, die Niederwildpopulationen in den intensiv landwirtschaftlich genutzten Offenlandbereichen zu stabilisieren. Die Agrarumweltprogramme – Stichwort – „Greening“ – böten hierbei eine Reihe interessanter und zielführender Möglichkeiten.

Um Wege zur  Intensivierung der Zusammenarbeit auszuloten, fand zwischen dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR), Bad Kreuznach, und dem LJV bereits ein erstes Gespräch statt. Weitere Gespräche – u. a. mit Vertretern der obersten Jagdbehörde – werden folgen. Hürter versprach, den LJV bei seinen diesbezüglichen Aktivitäten nach besten Kräften zu unterstützen.

Dem Treffen folgte eine Exkursion in den nahegelegenen gemeinschaftlichen Jagdbezirk Kärlich und in den Eigenjagdbezirk der Kärlicher Ton- und Schamottewerke (KTS). Dort zeigte LJV-Vorstandsmitglied Dr. Dieter Mannheim in sehr anschaulicher Weise auf, welche Maßnahmen besonders wirksam zur Lebensraumverbesserung beitragen. Er erläuterte aber auch, wo die Revierinhaber mit ihren Bemühungen an ihre Grenzen stoßen, nämlich dort, wo die wirtschaftlichen Interessen der Landnutzer den lebensraumverbessernden Maßnahmen entgegenstehen.

Alles in allem war es ein sehr informatives Treffen mit einem regen Meinungsaustausch. LJV-Präsident Michael bedankte sich bei Marcel Hürter für seine stete Bereitschaft, sich mit den Problemen der Jägerinnen und Jäger auseinanderzusetzen, sowie für das auch in diesem Fall gezeigte rege Interesse und die angekündigte Unterstützung.


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