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01.02.2016

Hürter und Kampmann: Gute Rahmenbedingungen an rheinland-pfälzischen Schulen


Mit Unverständnis reagieren Marcel Hürter und Jörn Kampmann auf die Äußerungen im Rahmen einer Veranstaltung der CDU im Kreis Ahrweiler: „Die SPD in Rheinland-Pfalz steht für Aufstiegschancen durch Bildung, für ein Schulsystem, das jedem Kind die Perspektive gibt, seine Möglichkeiten voll zu entfalten. Die CDU zeichnet ein Bild, dass mit der Realität nichts zu tun hat.“

Zu Beginn dieser Legislaturperiode hat die rot-grüne Landesregierung die Klassenmesszahlen deutlich gesenkt. Derzeit hat Rheinland-Pfalz mit einer durchschnittlichen Größe von rund 18 Kindern pro Klasse bundesweit die kleinsten Grundschulklassen.  Die im Rahmen der CDU-Veranstaltung diskutierte verbindliche Schullaufbahnempfehlung ist bereits seit über zwei Jahrzehnten Geschichte, da in Rheinland-Pfalz der Elternwille einen hohen Stellenwert hat.

Der aktuelle Versorgungsgrad von 98,6 Prozent bei der Unterrichtsversorgung ist der Bestwert seit Einführung der Statistik. Das ist auch eine Konsequenz des 2011 durch das Land eingerichteten Vertretungspools, der zu diesem Jahr auf 1000 Stellen ausgebaut wird. Dieser Pool dient zur Abdeckung von Ausfällen durch zum Beispiel Mutterschutz, Elternzeit oder Krankheit. Die Lehrkräfte, die hier Verwendung finden, erhalten in der Regel nach drei Jahren eine feste Stelle an einer Schule. 

Zu Beginn des Schuljahres hat das Land darüber hinaus 1200 Lehrer neu eingestellt, davon alleine bei den Berufsschulen 153. Insgesamt ist die Anzahl der Lehrkräfte im Land laut Landesrechnungshof seit dem Jahr 1990 um 34% gestiegen. 

Die im Rahmen der CDU-Veranstaltung angesprochene Lernmethode „Schreiben nach Gehör“ ist ein umgangssprachliches Synonym für lautorientiertes Schreiben – häufig unter Zuhilfenahme einer Anlauttabelle – und nur eine von vielen didaktischen Optionen zum Schrifterwerb. Diese – in den Grundschulen durchweg positiv bewertete Methode – wird in den meisten unserer Grundschulen aber nur ergänzend zu einer herkömmlichen Fibel angewandt. Nur 16 der 969 rheinland-pfälzischen Grundschulen setzten komplett auf das „Schreiben nach Gehör“.

„Die Landesregierung legt bereits seit langem einen klaren Schwerpunkt auf die Bildungspolitik. Die Erfolge in diesem Bereich sind augenfällig. Beispielsweise haben wir in Rheinland-Pfalz mit dem achtjährigen Gymnasium auf Ganztagsbasis im Gegensatz zu den CDU-geführten Ländern eine funktionierende Variante des Abiturs nach acht Jahren auf die Beine gestellt. Darüber hinaus hat Rheinland-Pfalz als eines der ersten westdeutschen Flächenländer ein flächendeckendes Netz von Ganztagsschulen geschaffen. Mit Malu Dreyer und der SPD wird es im Land weiterhin eine Bildungspolitik geben, die Hürden abbaut und Chancen eröffnet“, so Hürter und Kampmann.


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